Für ihr innovatives Projekt in der Trainer-Ausbildung sind der DTTB und Partner Ghostthinker kürzlich mit dem E-Learning-Award 2015 ausgezeichnet worden. Der WTTV ist von Beginn an Teil dieses Projekts. Jetzt steht der nächste Meilenstein ins Haus. Am 15. April wurde der mit Spannung erwartete Erklärfilm zu "Blended Learning - Trainerausbildung mit edubreak®" veröffentlicht.

Erklärfilm "Bended Learning"Erklärfilm "Bended Learning"Der passende Erklärfilm wurde von der Firma simpleshow produziert. Wie es der Name bereits suggeriert, hat sich simpleshow darauf spezialisiert, einfache und punktgenaue Erklärfilme zu machen. Themen wie der Weltuntergang, die Finanzkrise oder Olympia werden ganz klar und verständlich.

Ziel des Videoclips ist es, das bereits mehrfach ausgezeichnete und moderne Ausbildungsprogramm unter den Spielern und (künftigen) Trainern bekannt zu machen. Obschon Blended Learning mittlerweile im organisierten Sport auf großes Interesse stößt, sind Ausbildungsprogramme mit dieser Methode noch nicht so verbreitet. Mit dem Erklärfilm soll auf lustige und animierende Art gezeigt werden, wie Trainer durch diese Art der Ausbildung profitieren. Alle Interessierten sollten sich den 15. April demnach dick im Kalender anstreichen.

Bereits seit 2007 arbeiten der DTTB und die Firma Gostthinker mit Hochdruck an einer Reform der Trainer-Ausbildung. Beim sogenannten Blended Learning (integratives Lernen) werden Online- und Präsenzphasen miteinander verknüpft. Die Präsenzphasen fallen dadurch kürzer aus, die flexiblen Onlinephasen fördern aktive, kreative und produktive Lernprozesse. Der zukünftige Trainer wird nicht nur in der Halle geschult, sondern lernt und reflektiert mit Hilfe von „Social Video Training“ auf der Online-Lernumgebung edubreakCAMPUS.

Warum E-Learning in der Trainer-Aus- und Fortbildung?

Der WTTV gehört in Deutschland zu den Pionieren einer webgestützten Trainerausbildung. Seit 2007 wurde damit begonnen, neue Ausbildungsformate in unterschiedlichen Lizenzstufen mit Online- und Präsenzphasen zu entwickeln und zu verstetigen (→ Blended Learning).

Für den WTTV stand von Anfang an die Verbesserung der Ausbildungsattraktivität und -qualität im Zentrum! Durch den Einsatz digitaler Medien ist es erstmals möglich, die klassischen Präsenzphasen vom Umfang zu kürzen und um flexible Online-Lernphasen zu erweitern. „Zeit“ ist für viele nebenberufliche TrainerInnen ein entscheidender Faktor zur Aufrechterhaltung und Pflege Ihrer Sportart. Aber nicht nur die Flexibilität steigt. Durch spezielle Lernwerkzeuge ist es in den Online-Phasen möglich, die TrainerInnen in aktive, kreative und produktive Lernprozesse einzubinden. Durch diese Selbstbeteiligung der TrainerInnen wird ein intensiver, reflexiver und letztlich nachhaltiger Lernprozess ermöglicht, bei dem das Können der Trainer (Kompetenzen) im Zentrum steht.

Im Rahmen der neuen Ausbildung hat die Förderung von Wissen, Fertigkeit, Sozialkompetenz und Selbständigkeit einen gleichrangigen Wert und wird sowohl von der Didaktik als auch durch die Auswahl der Lernwerkzeuge unterstützt. 

Was ist Blended Learning?

Unter Blended Learning versteht man die Verknüpfung von Online- und Präsenzzeiten. Die webgestützte Ausbildung hat damit eine neue Struktur. Ergänzend zur Präsenzphase in Sporthalle und Hörsaal sind Online-Phasen getreten, in denen die TrainerInnen von Zuhause aus ausbildungsrelevante Aufgaben erledigen und sich untereinander austauschen. Innerhalb der Online-Phasen werden die TrainerInnen nicht alleine gelassen, sondern erhalten auf Ihre Arbeitsergebnisse ein Feedback vom Moderator (Dozent).

Die Online-Phasen sind dabei „länger“ als die Präsenzphasen. Es geht aber nicht darum, die Nettolernzeit zu erhöhen, sondern neu und intelligenter zu verteilen! In den Online-Phasen stehen den TrainerInnen brutto z.B. 4 Tage zur Verfügung, in denen die Aufgaben erledigt werden müssen. Faktisch dauert die Aufgabenbearbeitung aber nur vier Stunden. Man muss also Brutto- und Nettozeit beim Online-Lernen unterscheiden!

Neue Didaktik und Technologie

Durch die Blended Learning-Struktur wird die Ausbildung flexibler, aber noch nicht zwingend besser. Genau hier setzen die Lernwerkzeuge an, die in den Online-Phasen verwendet werden. Im Zusammenspiel mit gut überlegten Aufgaben (→ Kompetenzorientierung) sind TrainerInnen zum Beispiel gefordert, Videos unter definierten Gesichtspunkten punktgenau zu kommentieren (→ Videokommentar), zentrale Botschaften eines Fachtextes zu visualisieren (→ Concept Map) oder ihre Trainererfahrungen zu verbalisieren (→ Weblog).

Alle hier genannten Lernwerkzeuge sind im edubreak®-SportCampus eingebettet, einer Online-Plattform (kurz: „Sport-Campus“), die speziell für die Traineraus- und Weiterbildung im Sport entwickelt wurde und heute nicht nur im Tischtennis sondern auch bereits in anderen Sportarten zum Einsatz kommt.

Bundesweite Umsetzung

Auf der Grundlage von fünf Jahren Erfahrung mit den neuen Lehrgangsformaten in allen Lizenzstufen (C-, B- und A-Lizenz-) hat sich der DTTB 2012 am Strategieprojekt → SALTO des DOSB beteiligt, das vom Bundesministerium für Forschung und Bildung (sowie der EU) mit über 1,73 Mio. € von 2012 bis 2015 gefördert wird. Hier steht die Professionalisierung der Bildungsarbeit mit digitalen Medien im gesamtdeutschen Sport zur Debatte, hier wird in sechs Teilprojekten an konkreten Verbesserungsmaßnahmen gearbeitet. Der DTTB ist verantwortlich für das Teilprojekt „Blended Learning“ und wird seine „good practices“ zusammen mit dem TTVN und 10 weiteren Landesverbänden (weiter)entwickeln, beschreiben und teilen, sodass auch alle Sportverbände im DOSB eine gute Grundlage zum Aufbau eigener Blended Learning-Formate haben. Das Know How fließt in das Bildungsportal des DOSB (→ Teilprojekt des DOSB) und wird allen Sportarten zu Gute kommen.

Auszeichnungen

Zusammen mit unserem Entwicklungspartner → Ghostthinker und der → Zeppelin Universität Friedrichshafen (damals UniBw München) hat der DTTB 2011 den eureleA in der Kategorie „beste Projektwirkung“ gewonnen, eine europäische Auszeichnung für gute Beispiele im E-Learning. Dieser Preis einer neutralen Fachjury zeigt uns: Wir sind auf dem richtigen Weg!