Vom 18. bis 21. Mai 2018 fand wieder einmal über Pfingsten der traditionelle Fünfländer-Vergleichskampf zwischen den Tischtennis-Verbänden aus Hessen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern und dem WTTV statt. In Niedernhausen trafen sich Teams in den Altersklassen der B1-Schülerinnen und Schüler (Jahrgang 2006) und der B2-Schülerinnen und Schüler (Jahrgang 2007 und jünger).

Im Mannschaftsvergleich der jungen B-Schüler trat der WTTV mit Melwyn Saget, Marius Strahl, Friedrich Kühn von Burgsdorff und Noah Hersel an. Im Auftaktspiel gegen Hessen begann der WTTV furios und ging mit 2:0 in Führung. In den darauffolgenden Einzeln ging es sehr knapp zu und mal verlor hier und dort auch mal etwas unglücklich, so dass am Ende ein 3:3 Stand, hier war sicherlich mehr drin.
In der zweiten Partie wartete Baden-Württemberg, gegen die man schon im Januar im Rahmen des Futurecups mit 0:5 unterlag. Melwyn Saget spielte sehr gut und konnte beide Einzel gewinnen, ebenso gewann Friedrich Kühn von Burgsdorff zum ersten Mal gegen Prohaska. Das Satzverhältnis von 15:14 zeigt, wie knapp und umkämpft dieses Unentschieden (3:3) war.
Einem 6:0 gegen Niedersachsen folgte eine verdiente Niederlage (1:5) gegen Bayern, die auch diese Konkurrenz gewannen. Insgesamt war der WTTV-Cheftrainer Stephan Schulte-Kellinghaus dennoch zufrieden, da man in den letzten Monaten gegenüber der Konkurrenz deutlich bessere Resultate erzielen konnte und man auf einem guten Weg ist.Melwyn, Noah, Friedrich und MariusMelwyn, Noah, Friedrich und Marius

Die Mannschaft der B2-Schülerinnen bildeten Katja Schütz, Luisa Düchting, Sophia Heck und Lani Jandt. Diese sehr junge Mannschaft schlug sich sehr achtbar und verkaufte sich teuer. Nach deftigen Niederlagen gegen Hessen (0:6) und Baden-Württemberg (1:5) gewann man gegen Niedersachsen (4:2) und zum Ende konnte man sich mit den Bayern mit einem Remis trennen. Matthias Augstein, der die Mannschaft betreute stellte heraus, „dass alle Spielerinnen im Laufe des Turniers stabiler wurden und sich auch von Spiel zu Spiel steigern konnten. Toll war mit anzusehen, wie sich die Mannschaft untereinander unterstützt hat, als es zu Beginn nicht wirklich gut lief.“ Am Ende bedeutete das Rang 4.

Luisa, Lani, Sophia und KatjaLuisa, Lani, Sophia und Katja

Die B1-Schüler starteten mit Wim Verdonschot, Andre Bertelsmeier, Vincent Kessler und Arda Yenen. Einem Auftaktunentschieden (3:3) folgte ein 5:1 gegen Bayern. Danach hagelte es zwar eine 0:6 Packung gegen Hessen, welche aber mit einem 4:2 gegen Niedersachsen wieder gut gemacht werden konnte. Im Mannschaftswettbewerb stach Wim mit einer 6:2 Bilanz heraus. Auch hier traten die Jungs geschlossen auf und waren ein gutes Team.

Arda, Vincent, Andre und WimArda, Vincent, Andre und Wim

Die ersten beiden Partien der B1-Schülerinnen um Medeea Grozav-Marcu, Melinda Maiwald und Jana Bald waren hart umkämpft. In beiden Spielen wäre sogar durchaus ein Sieg möglich gewesen. So verloren Melinda und Jana bei der 2:4 Niederlage gegen Bayern ihre ersten Spiele denkbar knapp mit 9:11 und 12:14 im 5. Satz. Beim 3:3 Unentschieden gegen Baden-Württemberg ereilte dieses Schicksal dann Medeea, sie verlor nach einer guten Leistung das letzte Spiel sehr unglücklich mit 2:3. Positiv hervorzuheben ist, dass alle 3 Schülerinnen nach den ersten beiden Spielen bereits mindestens einen Einzelsieg erreichen konnten, wodurch sie gegen Niedersachen befreit aufspielten. Hier zeigten alle 3 eine Top Leistung, was man am Endergebnis von 6:0 gut ablesen kann. Anschließend ging es dann voll motiviert gegen die übermächtigen Schülerinnen aus Hessen. Hier gelang nur Melinda nach einer sehr guten Leistung ein Einzelsieg, alle andere Partien gingen mit 3:0 verloren. Am Ende bedeutete dies einen 4. Platz (3:5 Punkte), allerdings haben sich alle 3 Schülerinnen im Verlauf des Mannschaftswettbewerbs gesteigert, sodass bei einer anderen Spielreihenfolge die knappen Spiele gegen Baden-Württemberg und Bayern durchaus hätten gewonnen werden können. Dabei wird deutlich, dass der Unterschied zwischen Platz 2. und 4. sehr klein war.

Medeea, Melinda und JanaMedeea, Melinda und Jana

In der Gesamtwertung belegte der WTTV in allen Konkurrenzen den vierten Platz, der aber nur einen Hauch vom zweiten und dritten Platz entfernt war.

Am zweiten Wettkampftag begann die Einzelkonkurrenz mit den Gruppenspielen. Bei den B2 Schülerinnen erzielte Katja Schütz mit dem 10. Platz die beste Platzierung der WTTV-Spielerinnen. Luisa Düchting (141), Sophia Heck (15) und Lani Jandt (17) folgten im Tableau. Diese drei Schülerinnen sind so jung, dass sie noch im nächsten Jahr bei diesem Turnier starten dürfen.
Die B1-Schülerinnen wurden von Melindas siebten Platz angeführt. Medeea wurde 12., Jana 15.

Bei der Einzelkonkurrrenz der B2-Schüler stach vor allem der dritte Platz von Marius Strahl heraus, der in seiner starken Gruppe mit 3:1 Gruppenzweiter wurde und nur gegen Prohaska (Ba-Wü) verlor. Im Viertelfinale konnte Marius den starken Bayern Bort schlagen, so dass er das Halbfinale erreichte, wo er leider etwas chancenlos mit 0:3 verlor. Im Spiel um Platz 3 gewann er dann gegen Prohaska, gegen den er zum dritten Mal an diesem Wochenende spielen musste.

Ein toller dritter Platz für MariusEin toller dritter Platz für Marius

Melwyn Saget kam auf Platz 8, Friedrich Kühn von Burgsdorff erreichte den 11. Platz und Noah Hersel wurde 15. Diese sehr junge Mannschaft in der nur Melwyn aufgrund seines Alters ausscheidet, hat sich sehr gut verkauft.

Das überragende Ergebnis für den WTTV erreichte bei diesem Turnier Andre Bertelsmeier: In seiner Gruppe erreichte Andre mit zwei gewonnen und einem verlorenen Spiel durch das bessere Satzverhältnis den ersten Platz. Im letzten Gruppenspiel, stand er zwischenzeitlich sogar nach einer 2:0 Führung noch vor einer Niederlage und dem Ausscheiden in der Gruppe, konnte dies aber durch große kämpferische Leistung noch abwenden. Beflügelt durch diesen Sieg gewann er am letzten Spiel des Tages 3:1 gegen Tyler Köllner (Hessen), welchem er am Vortag noch zum Sieg gratulieren musste. Diese sehr gute Form konnte Andre dann auch mit in den Finaltag nehmen, dabei gewann er gegen den Top-Gesetzten Alwin Bläser (Hessen) mit 3:0 und stand nun durchaus überraschend im Finale.
Das Finale gegen Akito Itagaki aus Bayern war ein Spiel auf Messers Schneide, 3 der 4 Sätze wurden erst in der Verlängerung entschieden. Hier zeigte sich dann wieder die mentale Stärke von Andre, der den Sieg unbedingt wollte und neben 2 der 3 knappen Sätze auch den einzig Klaren gewinnen konnte. „Ich freue mich total für Andre, er zerreißt sich in jedem Training, der Sieg hier ist die Belohnung für seine tägliche Arbeit,“ zog Daniel Gerhards, der Andre durch das Turnier führte seine persönliche Bilanz. Auch wenn Andres Turniersieg natürlich herauszuheben ist, bekam auch Wim Verdonschot von Betreuer Dustin Gesinghaus ein großes Kompliment für seinen vierten Platz im Einzel: „Wim war unser bester Spieler im Mannschaftswettbewerb und er konnte diese Leistung auch bis ins Einzelturnier nehmen. Leider zog er hier im Halbfinale gegen Itagaki aus Bayern, gegen den er im Mannschaftswettkampf noch gewinnen konnte, den kürzeren. Auch Wim hat in letzter Zeit wieder im Training Gas gegeben. Er muss so weiter machen; schließlich hat er hier gesehen, dass er in Deutschland bei den Besten jederzeit mithalten kann.

Ein strahlender Sieger: Andre BertelsmannEin strahlender Sieger: Andre BertelsmannSiegerehrung der Schüler mit Andre und WimSiegerehrung der Schüler mit Andre und Wim

Stephan Schulte-Kellinghaus zog nach diesem Turnier ein Gesamtfazit: „Die Ergebnisse sprechen im Großen und Ganzen erst einmal nicht für den WTTV, jedoch muss man natürlich auch sehen, dass wir hier die jüngste Mannschaft aller teilnehmenden Verbände ins Rennen geschickt haben. Für unsere Perspektivspieler war es sehr wichtig, auch einmal Erfahrungen außerhalb des WTTV zu sammeln. Gerade die ganz jungen Kinder, wie z.B. Lani, Friedrich und Noah (alle Jahrgang 2008), aber auch Arda Yenen, der im „älteren Jahrgang“ ins Rennen ging, haben ihre Sache hier sehr gut gemeistert und haben viel gelernt. Bei den „etablierten“ Athleten wie z.B. Wim Verdonschot und Melinda Maiwald sieht man, dass diese sich verbessert haben und gute Platzierungen erreichen konnten. Andres Turniersieg war natürlich das Sahnehäubchen, was für alle überraschend kam. Für mich persönlich nicht, da ich im Training schon gemerkt hatte, wie gut Andre in den letzten Wochen geworden ist; er gibt in jedem Training immer Alles und fehlt eigentlich nie. Andres Erfolg kann auch mal ein Beispiel dafür sein, wohin es gehen kann, wenn man viel erreichen möchte und hart an sich arbeitet. Natürlich soll er sich darüber freuen, damit seine Entwicklung aber weiter geht, werden wir ihn in den nächsten Tagen aber wieder auf den Boden zurück holen. Alle anderen Kinder haben sich ebenso sehr sehr gut verkauft. Ich bin zufrieden!“

Das gesamte WTTV-TeamDas gesamte WTTV-Team

Bericht: Stephan Schulte-Kellinghaus (WTTV-Cheftrainer)
Fotos: Daniel Gerhards

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