Robin Malessa und Miriam Jongen sind die neuen Titelträger

Viele Überraschungen beim neu gestalteten WTTV-Ranglistenturnier der Damen und Herren in Beelen

Der Dauer-Titelträger ist entthront. Nach vier Turniererfolgen und 32 Einzel-Siegen in Folge erwischte es Björn Helbing (1. FC Köln) ausgerechnet gegen seinen Mannschaftskameraden Robin Malessa. Er verlor das Finale des diesjährigen WTTV-Rangliste Turniers und musste erstmals seit 2013 einem seiner Gegner gratulieren.

Doch fangen wir von vorne an. Der Turnierverantwortliche Christoph Menges vom WTTV hatte sich einen neuen Modus ausgedacht. Er verzichtete auf ein Vorranglistenturnier und lud stattdessen 24 Damen und 32 Herren an einem einzigen Tag zur Endrunde ein. Damit kam er dem im vergangenen Jahr geäußerten Wunsch vieler Spieler nach.

Auf alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wartete somit ein langer Tag, denn es wurden von 1-24 bzw. 1-32 alle Plätze ausgespielt. Das bedeutete: Schwerstarbeit.

Bereits im Vorfeld hatten leider eine ganze Reihe guter Spielerinnen und Spieler aus unterschiedlichsten Gründen abgesagt. Das war sicherlich schade für die Zuschauer, die sich auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten gefreut hatten. Trotzdem brauchten sie ihr Kommen nicht zu bereuen. Das Turnier bot wieder einmal hochklassigen und spannenden Tischtennissport.

Miriam Jongen verteidigt ihren Titel

Im vergangenen Jahr hatte sich Mirjam Jongen (SV DJK Holzbüttgen) zum ersten Mal über den Titel freuen können. Und diesmal setzte sie noch einen drauf. Im Laufe des gesamten Turniers gab sie nur 4 Sätze ab. Nach etwas holprigem Beginn lief es für sie von Spiel zu Spiel immer besser. Und im Finale zeigte sie dann ihre souveränste Leistung. Gegen die leicht favorisierte Nadine Sillus (TuS Uentrop), die wegen ihres Studiums nur wenig trainieren kann, siegte sie überlegen mit 3:1.

Im Halbfinale hatte es die junge Lisa Michajlova (TTVg WRW Kleve) der Titelträgerin noch etwas schwerer gemacht. Beim zwischenzeitlichen 1:1 und klarer Führung im 3. Satz schien eine Überraschung zugunsten des Nachwuchs-Talents nicht ausgeschlossen. Doch dann riss sich Jongen zusammen und Michajlova wurde angesichts eines möglichen Sieges etwas nervös. Am Ende hieß es 3:1 für die Titelverteidigerin.

Ihre Finalgegnerin Sillus hatte es dagegen im Halbfinale deutlich leichter. Sie bezwang Selina Wiggers (SC BW Ottmarsbocholt) locker mit 3:0.

So blieben im Spiel um Platz 3 die beiden Turnier-Überraschungen Michajlova und Wiggers unter sich. Michajlova war die Nummer 12, Wiggers die Nummer 15 der Setzliste. Die Kleverin ging angesichts ihres deutlich besseren QTTR-Wertes leicht favorisiert in`s Rennen. Hinzu kam, dass sie bis zum Halbfinale keinen einzigen Satz abgegeben hatte. Doch angesichts der Chance, sich für das DTTB-Top-48-Turnier qualifizieren zu können, wirkte sie blockiert. Sie konnte an die bis dahin gezeigten Leistungen nicht anknüpfen und unterlag der Ottmarsbocholterin mit 0:3. Wiggers, die nur aufgrund des besseren Satzverhältnisses in´s Halbfinale eingezogen war, konnte ihr Glück kaum fassen: „Als ich heute Morgen losgefahren bin, habe ich mir nur gesagt, dass ich nicht ohne Sieg nach Hause fahren möchte. Und jetzt ist es der 3. Platz. Unfassbar!“

Robin Malessa souveräner Erster

Am Ende eines langen Tages holte sich der Kölner Malessa mit einem in dieser Deutlichkeit vielleicht nicht erwarteten 3:0 gegen Björn Helbing den Titel. Ganz überraschend war dies an diesem Tage jedoch nicht. Während sich Helbing ein wenig durch die ersten Runden “gequält“ hatte, war Malessa regelrecht durchmarschiert. Im Halbfinale traf er dann auf den 16-jährigen Kirill Fadeev (BV Borussia 09 Dortmund). Der manchmal noch etwas ungestüme Dortmunder war der Routine und dem Spielwitz des Kölners dann allerdings nicht gewachsen. Zwar konnte er mit etwas Glück einen Satz für sich entscheiden, insgesamt hatte man allerdings während des gesamten Spiels nicht den Eindruck, dass Malessa wirklich scheitern könnte. 

Im anderen Halbfinale setzte sich Björn Helbing nach fünf hart umkämpften Sätzen gegen Thomas Pellny (TTC RG Porz) knapp durch. Doch damit hatte Helbing sein Pulver verschossen. Ein fünfter Turniersieg blieb ihm verwehrt.

Das Spiel um Platz 3 entschied Pellny für sich. Beim 3:2 setzte sich erneut die Routine letzten Endes gegen die manchmal etwas ungestüme Angriffslust von Fadeev durch.

Qualifizierungen für das DTTB-Top-48-Turnier in Duisburg

Das Turnier diente als Qualifikation für das DTTB-Top-48-Turnier. Folgende SpielerInnen haben sich eine Teilnahmeberechtigung für die bundesweite Endrangliste erworben, die am 7./8. Oktober in Duisburg stattfinden wird.

Damen: Miriam Jongen, Nadine Sillus und Selina Wiggers. 

Herren: Robin Malessa und Björn Helbing verzichten auf eine Teilnahme. Qualifiziert sind deshalb Thomas Pellny, Kirill Fadeev, Michael Servaty, Balazs Hutter, Marcus Steinfeld und Milan Hetzenegger.

Bilder & Bericht (c) Richard Stüwe

 

 

 

 

 

 

 

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