Das Alter der Spieler und Spielerinnen lag zwischen 11 und 79 Jahren. Die Spielklassen wurden nach den aktuellen QTTR-Werten gebildet (A-Klasse ab 1650, B-Klasse bis 1750, C-Klasse bis 1400 und Jugend bis 1200 – die Jugendklasse über QTTR 1200 kam mangels Meldungen nicht zustande). Die attraktive Trendsportart lockte auch einige neugierige Zuschauer in die Halle, die sich einen Eindruck von der Dynamik und der Faszination des 4er-Tisch-Spiels an den sechs Riesentischen machen wollten. Die Spielvariante bietet aufgrund der Spielflächenvergrößerung zusätzliche Finessen und einen Bewegungsradius, der eher an Tennis als an Tischtennis erinnert. Das 4er-Tischspiel hat ein z.T. eigenes Regelwerk. So darf der Ball beim Rückschläger zweimal aufspringen, muss mit der zweiten Tischberührung aber die vordere Tischhälfte des Rückschlägers erreichen oder seitlich über den Tisch herausspringen. Die Aufschläge werden abwechselnd diagonal von rechts und von links ausgeführt und man hat grundsätzlich einen zweiten Aufschlag, wie im Tennis.

 

Interessant war, dass die Tischtennisspielstärke offenbar nicht hinreichende Aussagen über das Abschneiden bei einem  4er-Tischturnier erlaubt. So kam der mit Abstand QTTR-stärkste Akteur nicht über das Halbfinale der A-Klasse hinaus. Hier dominierte nach knallharten Aufschlägen, die zum Teil mit einem rückwärtigen Anlauf eingeleitet wurden, und nach absolut atemberaubenden Ballwechseln am Ende der 4er-Tisch-Spezialist Patrick Schüller (TTC DJK Hennef), der 500 QTTR-Punkte weniger aufweist. Er gewann das Endspiel gegen den hessischen Regionalligaspieler Christian Schneider (TuS Kriftel) mit 3:1, nachdem er im Halbfinale dessen Bruder und Mannschaftskameraden Tobias Schneider mit demselben Ergebnis besiegt hatte. Die beiden Schneider-Brüder gewannen das Doppel unangefochten gegen Michael Servaty/Heinrich Walter (TG Neuss). Hier stand mit dem Mescheder Tobias Samol (LTV Lippstadt), der mit David Cecic (TSV Fortuna Wuppertal) ein Doppel bildete, ein Spieler aus dem heimischen Tischtenniskreis Arnsberg/Lippstadt im Halbfinale.

In der B-Konkurrenz überraschte Markus Graff vom Nachbarverein TTV Werl-Büderich. Er stand nach dem zweiten Platz in der Gruppen-Vorrunde und zwei Siegen im Achtel- und Viertelfinale im Einzel in der Vorschlussrunde. Hier musste er sich nach gewonnenem ersten Satz Johannes Niessen (TTC Nordend Frankfurt) doch noch mit 1:3 geschlagen geben. Im Endspiel gewann der Abwehrspieler Daniel Leupold (TTC Waldniel) nach fast einstündigem Spiel im Entscheidungssatz mit 3:2. Im Doppel stand Markus Graff mit seinem Vereinskollegen Alexander Schulte ebenfalls im Halbfinale. Sie unterlagen gegen Niessen/Sprekelmeyer (TTC Nordend Frankfurt), die anschließend nach dem 0:3 im Endspiel Leupolt/Relt (TTC Waldniel / TuS Laer) gratulieren mussten.

In der C-Klasse dominierten die beiden Brüder Maurice und Marcel Gaertner von SG Chemie Erkner aus Brandenburg. Die beiden Kreisligaspieler standen sich im Endspiel nach Halbfinal-Siegen gegen Thomas Schneider (TV Haiger) und Karina Koerdt (TTF Bönen) gegenüber. Der frühere Tennisspieler Maurice Gaertner behielt mit 2:0 die Oberhand und konnte sich das Preisgeld der Werler Sparkasse sichern. Im Viertelfinale hatten noch drei Akteure des gastgebenden TTV Ense 1975 gestanden. Joleen Theis und Steffen Beine verloren gegen die späteren Endspielteilnehmer und Bastian Rausch unterlag gegen Karina Koerdt (TTF Bönen) mit 0:2. Im Doppel gaben Maurice und Marcel Gaertner keinen einzigen Satz ab und standen nach dem Endspiel gegen Martin Kleine / Selina Buder (TTV Werl-Büderich) als Sieger fest.

Im Jugend-Wettbewerb standen nach den Gruppenspielen Jerome Paß (SSV Germania Wuppertal), Bastian Rausch (TTV Ense 1975), Kevin Müller (TTV Ense 1975) und Erik Geudtner (TTV Ense 1975) im Halbfinale. Jerome Paß siegte hier mit 2:0 gegen Kevin Müller, ebenso wie Bastian Rausch gegen Erik Geudtner. Im Endspiel verlangte Bastian Rausch dem Sieger Jerome Paß einiges ab, musste am Ende gegen den talentierten Nachwuchsspieler aus dem Bergischen Land aber ein 1:2 hinnehmen. Im Doppel gewann Jerome Paß mit seinem Partner David Mizel (TTV Ense 1975).

Die Verantwortlichen des TTV Ense 1975 erhielten viel Zuspruch durch die Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die mit der Hoffnung Ense verließen, im nächsten Jahr hier wieder antreten zu können und u.U. noch mehr 4er-Tisch-Anhänger zu treffen. Die Organisatoren um Thomas Suchantke, Andrea und Julia Hanke (vom WTTV-Juniorteam), Harald Luckert und dem (seit 42 Jahren!) Vereinsvorsitzenden Herbert Trümper können dann auf den Erfahrungen dieses Jahres aufbauen und z.B. das Setzsystem und die Klasseneinteilungen weiter optimieren.  Und warum sollten sich nach diesen guten Erfahrungen nicht auch andere Vereine im WTTV finden, die mit einem eigenen Turnier weiter Geburtshilfe für diese reizvolle Sommer-Tischtennisvariante leisten. Näheres zum 4er-Tisch-Spiel auf www.4er-tisch.de.

Der lokale Zeitungsbericht unter http://ttv-ense.de/images/Turniere/Ausschnitt_Seite_29_70096.0.pdf .

 

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